Veröffentlicht am

Das Schloch als Philosophem

Lichtwolf Nr. 53 (Schloch)

Rätselhaft im ontologischen Status, ungünstig im sozialen Nahbereich: Das ist das „Schloch“, dem der Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ seine aktuelle Frühlingsausgabe widmet. Auf 94 Seiten geht es u.a. um anale Charaktere, gerechtfertigte Misanthrophie und E-Mail-Verschlüsselung.

Lichtwolf Nr. 53 (Schloch)
Vom Ar zum Loch in 94 Seiten: Anale Charaktere, Deutsche, Franzosen, Trolle, innere Schweinehunde sowie Eulen, Feuerland-Indianer und Kryptographie.

Die geneigte Leserin bekommt es in den Essays dieser Ausgabe u.a. mit Arno Schmidt, Graham Greene, Diogenes und Kurt Tucholsky zu tun.

Marc Hieronimus beschäftigt sich mit dem analen Charakter des Deutschen nach Clyde Kluckhohn und mit einer spezifischen Untermenge, den Spießern. Wie mit islam- und frauenfeindlichen Trollen im Internet nach den Übergriffen der Kölner Silvesternacht umzugehen sei, erwägt Timotheus Schneidegger und zieht dafür Giordano Bruno zu Rate.

Die Kinderseite „Lichtwelpe“ erklärt, wie man mit Immanuel Kant „kinderleicht“ links und rechts unterscheiden kann. Michael Helming stellt die Eule als hoffnungslos überschätztes „Viehlosovieh“ vor.

Ganz und gar werbefrei verbinden die vielfältigen Essays Humor mit Tiefsinn. Im Heft finden sich außerdem Kurzrezensionen, Aphorismen und pikante Geschichten des Punk-Dichters Bdolf.

Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- und ziellos zum fröhlichen Wissenschaftsmagazin aus.

Der Lichtwolf finanziert sich seit 14 Jahren ausschließlich durch den Heftverkauf. Die aktuelle Ausgabe Nr. 53 kann im Buchhandel (ISBN 9783941921580) oder direkt über www.lichtwolf.de für 7,80 Euro bezogen werden. Seit 2009 erscheint der Lichtwolf im ostfriesischen catware.net Verlag, der jede Ausgabe auch als DRM-freies E-Book für Amazon Kindle und im offenen epub-Format anbietet.