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Alte Schule, alte Berufe

Lichtwolf Nr. 59 (Alte Berufe)

Der Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ beschäftigt sich in seiner 59. Ausgabe mit alten Berufen. Das Heft ist zum Herbstanfang im catware.net Verlag erschienen, der es auch als E-Book vertreibt.

Einige alte Berufe sind allgegenwärtig, da sie in Nachnamen eingeschlossen sind wie prähistorische Mücken im Bernstein. Andere hatten weniger Glück als Meyer, Müller, Schmidt und Schulz: Sie waren zum Zeitpunkt, als man sich Nachnamen anschaffte, schon ausgestorben oder noch nicht entstanden. 51 alte Berufe wie Drucker, Gerber oder Tankwart werden in ihrer philosophisch-popkulturellen Relevanz beschrieben. Einige erfahren ausführlichere Portraits, in denen es auch darum geht, was das Verschwinden oder der Wandel dieser alten Berufe uns über die Gegenwart verrät.

Lichtwolf Nr. 59 (Alte Berufe)
51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.

Michael Helming bedauert das Aussterben des Matadors als Mittelding zwischen Priester und Metzger, aber vor allem als Signum der Trennung des Schnitzels vom Töten. Bernhard Horwatitsch sieht in Alchemisten und Goldgräbern die bis heute leitende Gier nach Edelmetallen zur Profession geworden. Marc Hieronimus zählt die kulturellen Beiträge des viel gescholtenen Zensors auf, dem ein glorreiches Comeback bevorstehen könnte – im Gegensatz zu Lektoren und Datenschutzbeauftragten, deren Niedergang Martin Köhler beschreibt. Im A—Z der alten Berufe sind vom Abtrittanbieter bis zur Zugehfrau auch noch abseitigere Berufe vertreten. Dazwischen gibt es wie in jeder Ausgabe Rezensionen, Illustrationen, Aphorismen und Aperçus, aber keine bezahlte Werbung.

Lichtwolf Nr. 59 ist eine philosophische und humorvolle Rundreise durch verschwundene oder sehr alte Berufswelten. Besonders freut sich Herausgeber Timotheus Schneidegger über die neue Gestaltung des Hefts: „Dickeres, chamois-farbenes Papier, ein gebundenes Paperback-Format sowie das Aquarell auf dem Titelbild passen wunderbar zur alten Schule und zu alten Berufen. Insgesamt wirkt die Gestaltung erwachsener, obwohl sie sich mehr denn je am Jugendstil orientiert“, erklärt er augenzwinkernd.

 

Das Heft ist beim catware.net Verlag erhältlich als gebundenes Paperback im DIN-A4-Format mit 92 werbefreien Seiten für 8,50 Euro inklusive Versand. Außerdem gibt es E-Book-Fassungen für Kindle und direkt beim Verlag im epub-Format für jeweils 3,99 Euro.

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Ekstase, Mystik, Transzendenz – der neue Lichtwolf

Lichtwolf Nr. 54 (Ekstase)

Zum kalendarischen Sommerbeginn ist die 54. Ausgabe des „Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie“ als Heft mit 110 Seiten und als E-Book veröffentlicht worden. Ganz und gar werbefrei verbinden die darin enthaltenen Essays wie üblich krassen Humor mit krasserem Tiefsinn. Dazwischen finden sich Kurzrezensionen, Aphorismen und pikante Geschichten des Punk-Dichters Bdolf sowie handgezeichnete Illustrationen.

Lichtwolf Nr. 54 (Ekstase)
Rausch, Orgasmen, Enthusiasmus und Transzendenz mit Nietzsche, al-Arabi, Christen, Heidegger, Alkohol sowie Ekel, Fröschen und Wittgenstein im Krieg.

Räusche und Orgasmen, Außersichsein, Enthusiasmus und Transzendenz, romantische Poesie und Nationalwahn sind die großen Themen der aktuellen Ausgabe: Timotheus Schneidegger befasst sich mit Ekstase, Besessenheit und Askese im Christentum und Osman Hajjar mit den dunklen Schriften des islamischen Mystikers Ibn al-Arabi. Ganz weltimmanent können Schönheit und Freude etwa an der Natur verzücken oder auch in zivilisatorischen Selbsthass entrücken, gegen den Wolfgang Schröder argumentiert. Heideggers Begriff der Ekstasen der Zeitlichkeit wird erklärt und die Entstehungsgeschichte von Friedrich Nietzsches letzter Schrift, den „Dionysos-Dithyramben“.

Georg Frost eröffnet die neue (selbsterklärende) Reihe „Philosophen in Uniform“ damit, wie der junge Ludwig Wittgenstein in den Ersten Weltkrieg zog, was er dort erlebte und wie das seine Jahrhundertschrift, den Tractatus logico-philosophicus formte.

 

Parallel zur aktuellen Ausgabe ist die von Lichtwolf-Autor Martin Köhler besorgte Neuübersetzung von David Humes „Von der Regel des Geschmacks“ („Of the Standard of Taste“) im catware.net Verlag erschienen. Dieser für die Ästhetik grundlegende Essay ist als kleines Taschenbuch (ISBN 9783941921603) und als E-Book erhältlich.

Auf diese Neuerscheinung ist der Verleger Timotheus Schneidegger besonders stolz: „Humes Text ist zuletzt vor fast einem halben Jahrhundert übersetzt worden und hat bisher ein ziemliches Schattendasein gefristet. Das muss sich nun schleunigst ändern!“

Die E-Book-Strategie des catware.net Verlags soll dazu beitragen: Seit bereits fünf Jahren erscheinen die Bücher und Hefte des Kleinverlags auch in einer elektronischen Ausgabe für Amazon Kindle und im offenen epub-Format. Die E-Books sind DRM-frei, d.h. ohne Kopierschutz und kosten nur die Hälfte der gedruckten Ausgabe.

Das gilt auch für Lichtwolf Nr. 54, der als Paperback im DIN-A4-Format (ISBN 9783941921627) sowie als DRM-freies E-Book daherkommt – ebenfalls für Kindle und als epub.

 

Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- und ziellos zum fröhlichen Wissenschaftsmagazin aus. Ziel ist es, die „subversive Kraft des Denkens gegen die akademischen und literarischen Blabla-Betriebe rehabilitieren“, wie es in der Selbstbeschreibung heißt.

Seit 2009 erscheint der Lichtwolf im catware.net Verlag. Ein Jahres-Abonnement ist auf www.lichtwolf.de für 26,80 Euro zu haben.

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Das Schloch als Philosophem

Lichtwolf Nr. 53 (Schloch)

Rätselhaft im ontologischen Status, ungünstig im sozialen Nahbereich: Das ist das „Schloch“, dem der Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ seine aktuelle Frühlingsausgabe widmet. Auf 94 Seiten geht es u.a. um anale Charaktere, gerechtfertigte Misanthrophie und E-Mail-Verschlüsselung.

Lichtwolf Nr. 53 (Schloch)
Vom Ar zum Loch in 94 Seiten: Anale Charaktere, Deutsche, Franzosen, Trolle, innere Schweinehunde sowie Eulen, Feuerland-Indianer und Kryptographie.

Die geneigte Leserin bekommt es in den Essays dieser Ausgabe u.a. mit Arno Schmidt, Graham Greene, Diogenes und Kurt Tucholsky zu tun.

Marc Hieronimus beschäftigt sich mit dem analen Charakter des Deutschen nach Clyde Kluckhohn und mit einer spezifischen Untermenge, den Spießern. Wie mit islam- und frauenfeindlichen Trollen im Internet nach den Übergriffen der Kölner Silvesternacht umzugehen sei, erwägt Timotheus Schneidegger und zieht dafür Giordano Bruno zu Rate.

Die Kinderseite „Lichtwelpe“ erklärt, wie man mit Immanuel Kant „kinderleicht“ links und rechts unterscheiden kann. Michael Helming stellt die Eule als hoffnungslos überschätztes „Viehlosovieh“ vor.

Ganz und gar werbefrei verbinden die vielfältigen Essays Humor mit Tiefsinn. Im Heft finden sich außerdem Kurzrezensionen, Aphorismen und pikante Geschichten des Punk-Dichters Bdolf.

Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- und ziellos zum fröhlichen Wissenschaftsmagazin aus.

Der Lichtwolf finanziert sich seit 14 Jahren ausschließlich durch den Heftverkauf. Die aktuelle Ausgabe Nr. 53 kann im Buchhandel (ISBN 9783941921580) oder direkt über www.lichtwolf.de für 7,80 Euro bezogen werden. Seit 2009 erscheint der Lichtwolf im ostfriesischen catware.net Verlag, der jede Ausgabe auch als DRM-freies E-Book für Amazon Kindle und im offenen epub-Format anbietet.

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Heft übers (Be-)Nehmen und (Ver-)Geben

Die „Zeitschrift trotz Philosophie“ beschließt ihren 14. Jahrgang mit einem Heft zum Titelthema „Bitte / danke“. Neben der Philosophie spielt darin auch die Politik eine wichtige Rolle: Flüchtlingskrise, Klimagipfel, Antideutsche, Wiedervereinigung und der Amtsantritt Justin Trudeaus sind ebenfalls Themen von Lichtwolf Nr. 52.

Höflichkeit und Dankbarkeit, Schenken und Schulden, Benehmen und Vergeben sowie eine Extraportion Politik, Kant und Miesmuscheln auf 100 Seiten.
Höflichkeit und Dankbarkeit, Schenken und Schulden, Benehmen und Vergeben sowie eine Extraportion Politik, Kant und Miesmuscheln auf 100 Seiten.

Behandelt wird unter anderem die Frage, was Benimmregeln zugrunde liegt. Wie sich die junge Bourgeoisie ihre Umgangsformen beim Adel abguckte, aber von dessen Menschenbild angewidert war, beschreibt Georg Frost an der Debatte um Lord Chesterfields Briefe. Ganz anders die Adab-Literatur der islamischen Welt, die genreübergreifend und mäandernd-erzählend Artigkeit lehrt. Sie fasst das Leben als Geschichte auf, für deren Handlung jeder selbst verantwortlich ist. Was das mit Novalis, Scheler und Derrida zu tun hat, erklärt Osman Hajjar in seinem Essay.

Wie man es in Literatur und Kulturwissenschaften – ohne Rücksicht auf Verluste – nach der Maxime „Lobst du mich, lob ich dich“ zu etwas bringt, ist das Thema von Vasile V. Poenaru. Mirko Stehr verteidigt die Antideutschen gegen den politphänomenologischen Rundumschlag aus dem letzten Heft. Außerdem geht es um das Nationalgefühl 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und den Personalwechsel in der kanadischen Regierung.

Aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten kommen Überlegungen zu Verallgemeinerung und Hirnfunktionen. Georg Frost und Timotheus Schneidegger haben die „Kritik der reinen Vernunft“ auf einer doppelseitigen Grafik visuell dargestellt. Michael Helming zu guter Letzt war in Sizilien unterwegs, suchte dort nach Spuren von Gorgias von Leontinoi und fand: nichts. Darüber wiederum lässt sich einiges erzählen, wie Helming im aktuellen Lichtwolf zeigt.

Das Heft ist erhältlich im Buchhandel (ISBN 9783941921566) oder via www.lichtwolf.de für 7,80 Euro. Ein reguläres Jahres-Abonnement ist für 26,80 Euro zu haben. Vertrieben wird der Lichtwolf als gedrucktes Heft sowie als E-Book für Amazon Kindle und im offenen epub-Format vom catware.net Verlag in Ostfriesland.

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Herbstliche Fragen der Identität

Die Herbst-Ausgabe der „Zeitschrift trotz Philosophie“ steht dieses Mal unter dem Titelthema „Ego Null“. Weitere Themen sind u.a. Politphänomenologie, Videokratie und Kamele in der Ideengeschichte. Das 104 Seiten umfassende, werbefreie Heft ist auch als E-Book für Kindle und im epub-Format erhältlich. In der Berliner E-Book-Boutique minimore.de wird es zudem auch im mobi-Format angeboten.

104 Seiten übers Ichsein und das Nichts, Identität und Authentizität, Kollektiv und Wahn, sowie über Politphänomenologie, Videokratie und Kamele im Denken.
104 Seiten übers Ichsein und das Nichts, Identität und Authentizität, Kollektiv und Wahn, sowie über Politphänomenologie, Videokratie und Kamele im Denken.

Die Essays verbinden Humor mit Tiefsinn und sind mit Aphorismen, Rezensionen und Illustrationen aufgelockert. Hochglanz-Optik und bezahlte Werbeanzeigen findet man im traditionell aufgemachten Lichtwolf dagegen nicht.

Die bürgerlichen Zeiten, in denen man noch wer sein konnte, sind vorbei, so die Gegenwartsdiagnose von Georg Seeßlen, dafür ist nun für jeden Tagesbedarf das passende Identifikationsangebot zu haben. Weitere Essays behandeln die Lust an der Täuschung und deren Notwendigkeit in einer Umwelt aus Ironie und Zweifel sowie soziale Kompetenz als unverzichtbare Affirmation um den Preis der Individualität. Außerdem geht es um die Querfront-Bewegung, also die publizistische Verbindung von rechten und linken Positionen, für die Jürgen Elsässer (Compact-Magazin), Ken Jebsen (KenFM) und der Kopp Verlag stehen. Überhaupt ist das politische Spektrum nicht mehr so eindeutig, wie der Essay an den Schnittmengen zum einen von linken Antideutschen mit der Tea-Party-Bewegung und radikalen israelischen Siedlern zeigt; zum anderen geht es um ökologisches Bewusstsein und seine Übergänge zu antisemitischen Verschwörungstheorien und zur rechtsextremen Artamanen-Bewegung.

Vertrieben wird der Lichtwolf als gedrucktes Heft sowie als E-Book für Amazon Kindle und im offenen epub-Format vom catware.net Verlag in Ostfriesland.

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Lichtwolf in bunt zum Frühlingsbeginn

Die aktuelle Frühlingsausgabe der „Zeitschrift trotz Philosophie“ beschäftigt sich auf 124 erstmals durchgehend farbigen Seiten im DIN-A4-Paperback mit „Blumenkraft“ – ein Thema, das vielfältige Assoziationen von Defloration bis Flower Power erlaubt. Seit Ende März ist das Heft auch als E-Book für Kindle sowie im offenen epub-Format erhältlich.

124 komplett farbige Seiten DIN A4 zum Frühlingserwachen, Flower Power, Hippietum, Arbeiternelke, Tulpenmanie und dem Namen der Rose.
124 komplett farbige Seiten DIN A4 zum Frühlingserwachen, Flower Power, Hippietum, Arbeiternelke, Tulpenmanie und dem Namen der Rose.

Die Essays des neuen Hefts greifen das Titelthema auf sehr abwechslungsreiche Weise auf: Ob es um die ganz konkrete Blumenkraft von Stechapfel und Schierling geht oder um die sexuellen Konnotationen rund um die Blume, immer steht der Konflikt zwischen Natur und Kultur im Zentrum der Essays.

Anlässlich der Pariser Anschläge vom Januar 2015 portraitiert Marc Hieronimus die französische Satirezeitung Charlie Hebdo. Deren Vorgänger Hara Kiri hat seine Wurzeln in den Pariser Protesten des Mai 1968. Osman Hajjar beobachtet u.a. mit Derrida, wie das Wurzel- und Rankenwerk namens Realität seinen Ursprung im Vegetativen hat.

Die rote Nelke der Arbeiterbewegung nimmt Martin Gohlke zum Anlass, sich mit zwei Mythen auseinanderzusetzen, auf die sich die Linke beruft: Zum einen die Hoffnung, der Kapitalismus lasse sich politisch zähmen, zum anderen das Bild des Arbeiters als revolutionäres Subjekt. Als Spätgeborene blicken Matthias Laux und das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus auf die Hippie-Bewegung der 60er und 70er Jahre. Dabei geht es zum einen um ihr Verhältnis zur Militanz und zur Arbeiterbewegung, zum anderen um ihre philosophischen Ahnen und ihr heutiges Erbe. Stefan Rode etwa schreibt über die Lebensreform-Bewegung, die vor knapp hundert Jahren Vegetarismus und Nudismus als Weg zum Glück propagierte.

Neben zahlreichen bunt illustrierten Essays enthält auch diese Lichtwolf-Ausgabe wieder Buchbesprechungen, Aphorismen, kleine Erzählungen und die Feuilleton-Rundschau.

Es gehe ihm nicht um das große Publikum, erklärt der Herausgeber Timotheus Schneidegger, der den Lichtwolf vor 13 Jahren als Student in Freiburg gründete. Die aktuelle komplett farbige Ausgabe sei ein Geschenk an die treue Leserschaft, einfach so, weshalb es auf dem Titel auch heißt: „Prachtausgabe aus Scheiß“.

Kaum eine andere Kleinzeitschrift erscheint mit einer solchen Ausdauer und Kontinuität wie der Lichtwolf. Als eine der Ersten ihrer Art bot die „Zeitschrift trotz Philosophie“ ihre Ausgaben parallel zur Printausgabe auch als E-Book an.

Anfang Juni stellt der Lichtwolf auf der Mainzer Minipressen-Messe aus. Hier treffen sich alle zwei Jahre Buchkünstler, Kleinverlage und Untergrundzeitschriften, um sich auszutauschen und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Kurz darauf wird zum Sommerbeginn die nächste Lichtwolf-Ausgabe erscheinen: Traditionell gibt es pünktlich zu jedem Jahreszeitenwechsel ein neues Heft.

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„Das sagende Bauen am Seyn“

Lichtwolf Nr. 48 (Häuser)

Zum Winterbeginn ist die 48. Ausgabe des Lichtwolf, Zeitschrift trotz Philosophie im ostfriesischen Kleinverlag catware.net erschienen. Passend zur ungemütlichen Jahreszeit lautet das Titelthema des Heftes „Häuser“. 21 Autoren und Illustratoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (und Kanada) haben dazu mit Essays und kurzen Geschichten beigetragen. Wie jede Lichtwolf-Ausgabe seit 2011 ist auch diese sowohl als gedrucktes Heft wie als E-Book erhältlich.

Lichtwolf Nr. 48 (Häuser)
Lichtwolf Nr. 48 vom Winter 2014/15 zum Titelthema Häuser.

Häuser dienen zum Arbeiten oder Leben. Sie sind für das Eigentum das, was Kleidung für den unbefellten Leib des Menschen ist. Jeder sucht sich irgendwann einen Platz zum Bleiben und baut sich ein Haus, was eng mit der Familiengründung verbunden ist. Doch muss das wirklich so sein?

Philosophie hat mehr mit Wohnungsbau zu tun, als gemeinhin angenommen wird, immerhin beschrieb Martin Heidegger sie als „das sagende Bauen am Seyn“. Unterhaltsame Essays zeigen, wie im Laufe der Geschichte etwa auf Friedhöfen gewohnt worden ist oder warum Kommunen scheiterten, obwohl die Idee, jenseits der Familienbande gemeinsam zu leben und zu arbeiten, so attraktiv ist.

Wie beim Lichtwolf üblich lassen sich Humor und Tiefsinn gut verbinden, etwa auf der Kinderseite Lichtwelpe, wo es Rechtsberatung in Sachen Grundbesitz gibt, oder in einer Kolumne über die Beziehungen des Bauamts zu Diogenes und den drei kleinen Schweinchen.

Der gelernte Architekt Jonis Hartmann schreibt über die guten und bösen Überraschungen im Bauwesen. Außerdem werden Bücher in unter 800 Zeichen rezensiert, Aphorismen „pro domo et mundo“ versammelt und die Psychopathologie des Ponyhofs analysiert.

 

Der Lichtwolf wurde 2002 im Umfeld der Uni Freiburg gegründet und erscheint seit 2009 vierteljährlich als Heft und E-Book im catware.net Verlag. Jede Ausgabe ist einem Titelthema gewidmet und kann über den Buchhandel oder online über www.lichtwolf.de bezogen werden. Dort gibt es die „Zeitschrift trotz Philosophie“ auch im preiswerten Abonnement.

 

Der Lichtwolf packt als „Zeitschrift trotz Philosophie“ vierteljährlich neu das Gute, Wahre und Schöne in einen Mixer und serviert das ganze mit Schirmchen und einem Schuss Rum. Das Magazin wendet sich im Geiste des Fin de siècle mit Essays, Portraits und Debatten an geisteswissenschaftlich Interessierte mit Sinn für Humor: www.lichtwolf.de

Im 2009 gegründeten catware.net Verlag erscheinen der Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ sowie die Bücher seiner Autoren: www.catware.net

Zeitschrift Lichtwolf

c/o Timotheus Schneidegger

Süderdeichstraße 6

26506 Norden, Ostfriesland

Telefon: 04931 9300-976

E-Mail: schneidegger@lichtwolf.de

Internet: www.lichtwolf.de

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Auch als E-Book: Ein Lichtwolf über Experten

Die aktuelle Frühlingsausgabe der „Zeitschrift trotz Philosophie“ widmet sich den Sachverständigen und Fachidioten

Am 20. März 2013 erschien die aktuelle Frühlingsausgabe des Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ zum Thema Experten. Seit Ostern ist das Heft auch als E-Book für Kindle sowie im offenen epub-Format erhältlich.

 

Dieser Service ist für eine Zeitschrift dieser Ausrichtung und Größe ungewöhnlich, betont man im catware.net Verlag. In diesem Kleinverlag aus dem ostfriesischen Hage erscheint seit 2009 der Lichtwolf, der bereits 2002 im Umfeld der Universität Freiburg gegründet wurde. Aus dem einstigen Studentenprojekt hat sich in den vergangenen elf Jahren eine Zeitschrift für eine winzige Nische entwickelt: „Bildungsbürgertum mit Punk kurzgeschlossen“, so beschreibt es Gründer und Herausgeber Timotheus Schneidegger.

 

In diesem Geiste wird auch das aktuelle Titelthema „Experten“ behandelt: Die Fachleute und Besserwisser sind allgegenwärtig in Medien und Politik. Die moderne Technokratie wird auf Platon zurückgeführt und als Geschwisterchen der Theokratie entlarvt, ganz wie am Beispiel der Gynäkologie der Zusammenhang von Herrschaft und Wissenschaft gezeigt wird. Warum Ulrich Horstmann in Kunstexperten die größten Feinde und Verächter der Kunst erblickte wird ebenso erörtert wie die Fragen, ob und wie man als Philosoph leben soll und was ein Wort ist.

Die unterhaltsamen Essays zum Thema sind mit Aphorismen, Rezensionen, Satiren und faszinierenden Kurzgeschichten aufgelockert und handgezeichnet illustriert, wie es Tradition ist beim Lichtwolf.

 

Ein großes Publikum hat der Lichtwolf noch nie gefunden und sucht es auch gar nicht, erklärt Schneidegger, der sein Blatt in der Nische zwischen Witz und Weltschmerz gut aufgehoben sieht. Es störe ihn nicht, dass andere unabhängige Kleinzeitschriften bekannter sind als der Lichtwolf, obwohl sie in Sachen Kontinuität, Profilschärfe und Offenheit für die neue elektronische Lesekultur hinter ihm zurückbleiben: „Wir machen den Lichtwolf, weil wir es können, nicht um irgendwas zu erobern.“

 

Ende Mai wird der Lichtwolf an der Mainzer Minipressen-Messe teilnehmen, auf der sich alle zwei Jahre Buchkünstler, Kleinverlage und Untergrundzeitschriften versammeln. Kurz darauf erscheint am 20. Juni – pünktlich zum Sommerbeginn – die neue Ausgabe. Das Titelthema des Sommerhefts lautet „Der #@%*! Gottes“ und passt somit zu diesem ungewöhnlichen Zeitschriftenprojekt.

Lichtwolf Nr. 41 beschäftigt sich mit Experten.

 

Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie. Ausgabe Nr. 41 (1/2013), Titelthema: Experten

Paperback (DIN A4), 80 Seiten, ISBN 9783941921252, März 2013, Preis: 7,80 Euro, Abo ab 26,80 Euro

Der Lichtwolf nennt sich auch „Zeitschrift trotz Philosophie“ und wurde 2002 in Freiburg gegründet. Das Magazin erscheint als Heft sowie als E-Book vierteljährlich mit einem bestimmten Titelthema, werbefrei und unabhängig. Der Lichtwolf wendet sich im Geiste des Fin de siècle mit Essays, Portraits und Debatten an junge Geisteswissenschaftler: www.lichtwolf.de

Im 2009 gegründeten catware.net Verlag erscheinen der Lichtwolf („Zeitschrift trotz Philosophie“, ISSN 1614-8037) sowie die Bücher seiner Autoren. Der an der Nordsee ansässige Verlag produziert außerdem E-Books. In der „Edition NOR-A“ werden Bücher für den Altkreis Norden verlegt: www.catware.net

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Zehn Jahre Zeitschrift trotz Philosophie

Der Lichtwolf hat sich vom Studentenprojekt zum außerakademischen Fachblatt entwickelt

Im Sommer 2012 jährte sich die Gründung des Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass erschien im catware.net Verlag ein Sammelband mit dem Besten aus zehn Jahrgängen des unabhängigen Zeitgeist-Magazins. Auf 364 Seiten wird auch ein Überblick über die Entwicklung der studentischen Gründung gegeben.

Lichtwolf – Die erste Dekade. Das Beste aus zehn Jahrgängen der Zeitschrift trotz Philosophie. Paperback (DIN A4), 364 Seiten, ISBN 978 394 19 21 177, September 2012, Preis: 29,80 Euro

„Am Anfang stand kein Plan, lediglich die alte Olympia-Schreibmaschine, mit der Freiburger Studenten 1968 ihre Flugblätter getippt hatten“, erinnert sich der Herausgeber Timotheus Schneidegger an den Sommer 2002. Damals hätten seine Mitstreiter und er einfach ihre Gedanken über ihre Universität, das Philosophie-Studium und die Gesellschaft in die Maschine getippt und als Kopien verteilt. Dass daraus eine Untergrundzeitschrift entstehen würde, die sich im Gegensatz zu vielen anderen studentischen Projekten jahrelang halten würde, habe niemand erwartet.

 

Bis 2008 erschien der Lichtwolf in und um Freiburg als letztes deutschsprachiges Magazin, das noch mit Schreibmaschine getippt und von Hand illustriert wird. Im Jahre 2009 zog die Redaktion an die ostfriesische Nordseeküste um. Seither erscheint die „Zeitschrift trotz Philosophie“ vierteljährlich im catware.net Verlag. Zwar wurde der Lichtwolf von nun an am Computer produziert, bewahrte jedoch seine gestalterische und inhaltliche Kontinuität.

 

„Der Lichtwolf ist keine Literaturzeitschrift, sondern eine trotz Philosophie“, so grenzt sich Herausgeber Schneidegger von anderen unabhängigen Kleinzeitschriften ab. Auch die großen Philosophie-Magazine, die im letzten Jahr an die Kioske kamen, sieht er nicht als Konkurrenz. „Wir machen Hefte für ein philosophisches Fachpublikum, das den akademischen Habitus und das Wort zum Sonntag satt hat.“

 

Am Kiosk ist der Lichtwolf nicht erhältlich. Seit zehn Jahren wird die „Zeitschrift trotz Philosophie“ über den Internetauftritt www.lichtwolf.de vertrieben. Neuerdings ist jede Ausgabe auch als E-Book für Amazon Kindle und im epub-Format erhältlich. Nicht jedoch der Sammelband „Die erste Dekade“, was der Herausgeber mit den vielen Zeichnungen und Faksimiles aus den getippten Lichtwolf-Ausgaben entschuldigt: „Die sind einfach fürs Papier gemacht.“

 

Der Lichtwolf nennt sich auch „Zeitschrift trotz Philosophie“ und wurde 2002 in Freiburg gegründet. Das Magazin erscheint als Heft sowie als E-Book vierteljährlich mit einem bestimmten Titelthema, werbefrei und unabhängig. Der Lichtwolf wendet sich im Geiste des Fin de siècle mit Essays, Portraits und Debatten an junge Geisteswissenschaftler: www.lichtwolf.de

Im 2009 gegründeten catware.net Verlag erscheinen der Lichtwolf („Zeitschrift trotz Philosophie“, ISSN 1614-8037) sowie die Bücher seiner Autoren. Der an der Nordsee ansässige Verlag produziert außerdem E-Books. In der „Edition NOR-A“ werden Bücher für den Altkreis Norden verlegt: www.catware.net

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Willkommen beim catware.net Verlag

Hier erfahren Sie ziemlich viel über den novaheißen Kleinverlag im Nordwesten Deutschlands. Außerdem können Sie in unserem elektrischen Buchladen sehr schöne Bücher (auch solche für den Altkreis Norden) und Lichtwölfe aus Papier und Strom erwerben!

 

Übrigens:

Der catware.net Verlag hat die Zusammenarbeit mit Amazon bei der Auslieferung von Printtiteln beendet. Dadurch werden unsere Bücher dort als nicht lieferbar angezeigt, obwohl sie weiterhin über den Buchhandel und natürlich in unserem Onlineshop bestellbar sind.

Über die Gründe und weitere Folgen dieser Entscheidung informiert der Lichtwolf.

 

„Wir bauen für Sie um“

Die Homepage ist grundlegend überarbeitet worden, aber hier und da fehlen noch Fußleisten und Lichtschalter. Der Buchladen funktioniert bereits, im Laufe des Jahres 2014 können Sie hier auch direkt unsere E-Books kaufen.