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Ekstase, Mystik, Transzendenz – der neue Lichtwolf

Lichtwolf Nr. 54 (Ekstase)

Zum kalendarischen Sommerbeginn ist die 54. Ausgabe des „Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie“ als Heft mit 110 Seiten und als E-Book veröffentlicht worden. Ganz und gar werbefrei verbinden die darin enthaltenen Essays wie üblich krassen Humor mit krasserem Tiefsinn. Dazwischen finden sich Kurzrezensionen, Aphorismen und pikante Geschichten des Punk-Dichters Bdolf sowie handgezeichnete Illustrationen.

Lichtwolf Nr. 54 (Ekstase)
Rausch, Orgasmen, Enthusiasmus und Transzendenz mit Nietzsche, al-Arabi, Christen, Heidegger, Alkohol sowie Ekel, Fröschen und Wittgenstein im Krieg.

Räusche und Orgasmen, Außersichsein, Enthusiasmus und Transzendenz, romantische Poesie und Nationalwahn sind die großen Themen der aktuellen Ausgabe: Timotheus Schneidegger befasst sich mit Ekstase, Besessenheit und Askese im Christentum und Osman Hajjar mit den dunklen Schriften des islamischen Mystikers Ibn al-Arabi. Ganz weltimmanent können Schönheit und Freude etwa an der Natur verzücken oder auch in zivilisatorischen Selbsthass entrücken, gegen den Wolfgang Schröder argumentiert. Heideggers Begriff der Ekstasen der Zeitlichkeit wird erklärt und die Entstehungsgeschichte von Friedrich Nietzsches letzter Schrift, den „Dionysos-Dithyramben“.

Georg Frost eröffnet die neue (selbsterklärende) Reihe „Philosophen in Uniform“ damit, wie der junge Ludwig Wittgenstein in den Ersten Weltkrieg zog, was er dort erlebte und wie das seine Jahrhundertschrift, den Tractatus logico-philosophicus formte.

 

Parallel zur aktuellen Ausgabe ist die von Lichtwolf-Autor Martin Köhler besorgte Neuübersetzung von David Humes „Von der Regel des Geschmacks“ („Of the Standard of Taste“) im catware.net Verlag erschienen. Dieser für die Ästhetik grundlegende Essay ist als kleines Taschenbuch (ISBN 9783941921603) und als E-Book erhältlich.

Auf diese Neuerscheinung ist der Verleger Timotheus Schneidegger besonders stolz: „Humes Text ist zuletzt vor fast einem halben Jahrhundert übersetzt worden und hat bisher ein ziemliches Schattendasein gefristet. Das muss sich nun schleunigst ändern!“

Die E-Book-Strategie des catware.net Verlags soll dazu beitragen: Seit bereits fünf Jahren erscheinen die Bücher und Hefte des Kleinverlags auch in einer elektronischen Ausgabe für Amazon Kindle und im offenen epub-Format. Die E-Books sind DRM-frei, d.h. ohne Kopierschutz und kosten nur die Hälfte der gedruckten Ausgabe.

Das gilt auch für Lichtwolf Nr. 54, der als Paperback im DIN-A4-Format (ISBN 9783941921627) sowie als DRM-freies E-Book daherkommt – ebenfalls für Kindle und als epub.

 

Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- und ziellos zum fröhlichen Wissenschaftsmagazin aus. Ziel ist es, die „subversive Kraft des Denkens gegen die akademischen und literarischen Blabla-Betriebe rehabilitieren“, wie es in der Selbstbeschreibung heißt.

Seit 2009 erscheint der Lichtwolf im catware.net Verlag. Ein Jahres-Abonnement ist auf www.lichtwolf.de für 26,80 Euro zu haben.

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„Das sagende Bauen am Seyn“

Lichtwolf Nr. 48 (Häuser)

Zum Winterbeginn ist die 48. Ausgabe des Lichtwolf, Zeitschrift trotz Philosophie im ostfriesischen Kleinverlag catware.net erschienen. Passend zur ungemütlichen Jahreszeit lautet das Titelthema des Heftes „Häuser“. 21 Autoren und Illustratoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (und Kanada) haben dazu mit Essays und kurzen Geschichten beigetragen. Wie jede Lichtwolf-Ausgabe seit 2011 ist auch diese sowohl als gedrucktes Heft wie als E-Book erhältlich.

Lichtwolf Nr. 48 (Häuser)
Lichtwolf Nr. 48 vom Winter 2014/15 zum Titelthema Häuser.

Häuser dienen zum Arbeiten oder Leben. Sie sind für das Eigentum das, was Kleidung für den unbefellten Leib des Menschen ist. Jeder sucht sich irgendwann einen Platz zum Bleiben und baut sich ein Haus, was eng mit der Familiengründung verbunden ist. Doch muss das wirklich so sein?

Philosophie hat mehr mit Wohnungsbau zu tun, als gemeinhin angenommen wird, immerhin beschrieb Martin Heidegger sie als „das sagende Bauen am Seyn“. Unterhaltsame Essays zeigen, wie im Laufe der Geschichte etwa auf Friedhöfen gewohnt worden ist oder warum Kommunen scheiterten, obwohl die Idee, jenseits der Familienbande gemeinsam zu leben und zu arbeiten, so attraktiv ist.

Wie beim Lichtwolf üblich lassen sich Humor und Tiefsinn gut verbinden, etwa auf der Kinderseite Lichtwelpe, wo es Rechtsberatung in Sachen Grundbesitz gibt, oder in einer Kolumne über die Beziehungen des Bauamts zu Diogenes und den drei kleinen Schweinchen.

Der gelernte Architekt Jonis Hartmann schreibt über die guten und bösen Überraschungen im Bauwesen. Außerdem werden Bücher in unter 800 Zeichen rezensiert, Aphorismen „pro domo et mundo“ versammelt und die Psychopathologie des Ponyhofs analysiert.

 

Der Lichtwolf wurde 2002 im Umfeld der Uni Freiburg gegründet und erscheint seit 2009 vierteljährlich als Heft und E-Book im catware.net Verlag. Jede Ausgabe ist einem Titelthema gewidmet und kann über den Buchhandel oder online über www.lichtwolf.de bezogen werden. Dort gibt es die „Zeitschrift trotz Philosophie“ auch im preiswerten Abonnement.

 

Der Lichtwolf packt als „Zeitschrift trotz Philosophie“ vierteljährlich neu das Gute, Wahre und Schöne in einen Mixer und serviert das ganze mit Schirmchen und einem Schuss Rum. Das Magazin wendet sich im Geiste des Fin de siècle mit Essays, Portraits und Debatten an geisteswissenschaftlich Interessierte mit Sinn für Humor: www.lichtwolf.de

Im 2009 gegründeten catware.net Verlag erscheinen der Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ sowie die Bücher seiner Autoren: www.catware.net

Zeitschrift Lichtwolf

c/o Timotheus Schneidegger

Süderdeichstraße 6

26506 Norden, Ostfriesland

Telefon: 04931 9300-976

E-Mail: schneidegger@lichtwolf.de

Internet: www.lichtwolf.de