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„Der Mörder war’s“

Helming: Fliegende Fische

Mit diesem lakonischen Satz beginnt Michael Helmings neuer Roman „Fliegende Fische“. Seit dem 1. Oktober ist das Buch des Ravensburger Schriftstellers Michael Helming erhältlich – und es ist kein Krimi. Der Klappentext warnt den Leser denn auch in Anlehnung an Marcel Duchamp: „Ceci n‘est pas un krimi.“

Helming: Fliegende Fische
In seinem neuen Roman sprengt Michael Helming einmal mehr die Genre-Grenzen mit einem Ermittler, der nicht davor zurückschreckt, die Grenzen der Realität zu überschreiten, innerhalb derer sein Mordfall das perfekte Verbrechen bliebe.

Geschult an Jorge Luis Borges spielt Helming ausgiebig mit der Symbolik des Wassers. Dieses Grundelement in seiner Ermittlungsgeschichte um einen ermordeten Fischforscher ist gar nicht so durchsichtig: Es kann trübe daherkommen oder wie ein Spiegel wirken. Auch der lakonische Humor unterscheidet diesen Roman von den melancholischen Büchern, die ebenfalls im regnerischen Norddeutschland spielen.

Michael Helming sprengt die Genre-Grenzen, indem er das Whodunit-Prinzip des Krimis in die phantastische Literatur überführt. Heraus kommt „forensische Phantastik“ mit einem Ermittler, der nicht davor zurückschreckt, die Grenzen der Realität zu überschreiten, innerhalb derer sein Mordfall das perfekte Verbrechen bliebe. Kunstvoll gelingt es Helming, die gesamte Handlung des Buchs auf die letzte Autofahrt seines Kommissars zu konzentrieren.

Sieben Jahre nach seinem Kurzgeschichtenband „Die vorläufig letzte Fassung der Gegenwart“ legt Helming nun wieder einen Roman vor. In der Zwischenzeit macht er sich vor allem als Reiseschriftsteller einen Namen. In Essays für den Lichtwolf schlägt er stets einen Bogen von seinen Besuchen in Ost- und Südeuropa zu den kulturgeschichtlichen Identitätsfragen des Kontinents.

„Fliegende Fische“ ist erhältlich als Taschenbuch mit 212 Seiten zum Preis von 9,80 im Buchhandel unter der ISBN 9783941921672 oder hier beim catware.net Verlag. Außerdem gibt es jeweils eine E-Book-Fassung für Amazon Kindle und im offenen epub-Format für nur 4,99 Euro.

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So lebte und starb ein 68er

Martin Gohlkes packender Roman „Im Bauch der Titanic“ lässt die Geschichte der westdeutschen Linken lebendig werden.

Vor 50 Jahren begann ein anderes Deutschland. Viele der damaligen 68er sind heute längst Rentner oder Pensionäre, die ihren Marsch durch die Institutionen absolviert haben. Aber was ist mit den stillen Helden dieser Generation? Von einem solchen aus der Generation, die gegen das bleierne Schweigen der Nachkriegszeit, die bürgerliche Enge und den Atomstaat kämpfte, erzählt Martin Gohlkes Roman über Liebe, Rache und den Tod.

Der Roman reicht von den 1940ern bis in die 2010er Jahre. Gohlke gelingt es, die Figuren über diesen großen Zeitraum literarisch und nicht bloß sachlich zu erfassen: Die historischen Stationen geben einen Eindruck, wie sehr sich die Bundesrepublik in der Lebenszeit eines Menschen verändert hat. Sie bilden den Hintergrund für die Entwicklung der Romanfiguren. „Ich wollte keinen reinen Spannungsroman schreiben, sondern über die Handlung eine Atmosphäre schaffen, der sich der Leser schwer entziehen kann“, so Gohlke.

Martin Gohlkes packender Roman „Im Bauch der Titanic“ lässt die Geschichte der westdeutschen Linken lebendig werden.

In den 1950er Jahren macht Ilona in einem kleinen norddeutschen Dorf ihr Abitur. Sie entscheidet sich für die ökonomische Sicherheit einer Ehe mit dem Unternehmersohn Werner und gegen die Liebe zum Legastheniker Wolfgang. Dieser arbeitet sich auf dem zweiten Bildungsweg bis an die Universität Frankfurt kurz nach dem Schicksalsjahr 1968 voran. Hier begegnen er und Ilona sich wieder, um den Mantel des Schweigens zu lüften, der auf den Ereignissen an ihrer alten Schule während des Nationalsozialismus lag. Für Wolfgang wird diese Forschung bald persönlich und zu seiner Lebensaufgabe. Bei den Protesten im Wendland der 1980er kreuzen sich Wolfgangs und Ilonas Wege einmal mehr und scheinen sich zu einem friedlichen, gemeinsamen Lebensabend zu vereinen. Doch kurz vor dem Tod muss sich Wolfgang der Frage stellen, was kaputtgeht, wenn man „kaputt macht, was einen kaputt macht“.

Gohlkes Roman ist nicht autobiographisch geprägt (Gohlke ist Jahrgang 1960.) und speist sich doch aus den persönlichen Erfahrungen des Autors. Durch die Arbeit in der politischen Bildung sind Sozialisation und Entwicklung der westdeutschen Linken wie auch ihr innere Kämpfe um eine menschliche Haltung unter unmenschlichen Umständen ihm wohlvertraut.

Martin Gohlke: Im Bauch der Titanic (2017)

Martin Gohlke ist promovierter Historiker und Politologe. Er arbeitet in der politischen Erwachsenenbildung und verfasst Essays u.a. für den „Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie“. 2002 erschien seine Studie „Rotes Herz – Tiefer Riss: Die betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertretung bei der Bremer Firma Kaffee HAG 1945–1990“. Im Jahr 2014 folgte sein erster Roman „Weitlings Traum“. Gohlke lebt in Norden (Ostfriesland).

Der Roman ist erhältlich als Buch (ISBN 9783941921641) im Hardcover mit 394 Seiten für nur 19,80 Euro. Außerdem gibt es eine E-Book-Fassung für Amazon Kindle sowie direkt beim catware.net Verlag im epub-Format für alle anderen Lesegeräte. Die DRM-freie E-Book-Fassung kostet nur 6,99 Euro.

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Roman über das neue Great Game

Georg Frost: Hartes Land

Drogenhandel, Spionage, Korruption und das neue Große Spiel der Mächte am Hindukusch sind die Themen des Thrillers „Hartes Land“. Der Schriftsteller und Illustrator Georg Frost eröffnet mit dem kürzlich im catware.net Verlag erschienenen Buch eine auf mehrere Teile ausgelegte Romanreihe zum internationalen Militäreinsatz in Afghanistan.

Georg Frost: Hartes Land
Georg Frost: „Hartes Land“, Teil I der Hindukusch-Thriller-Reihe ist als Taschenbuch und E-Book erhältlich.

Die Handlung setzt ein im Sommer 2006 und begleitet eine Reihe von unterschiedlichen Charakteren, deren Wege sich in Kundus schicksalhaft kreuzen. Im deutschen Einsatzgebiet beginnt die bislang relativ stabile Sicherheitslage langsam außer Kontrolle zu geraten. Neben deutschen und amerikanischen Geheimdiensten mischen auch die Iraner sowie die mächtigen Warlords mit. Bereits mit ihrem ersten gemeinsamen Einsatz geraten die deutschen Soldaten in ein gefährliches Labyrinth der Mächte, in dem Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden sind. Überleben ist darin nur um den Preis des Gewissens möglich.

Georg Frost nahm 1999 am KFOR-Einsatz der Bundeswehr als Luftbildauswerter teil. Er arbeitet heute als freiberuflicher Illustrator und Autor. Er trat insbesondere mit Zeichnungen und kurzen Texten im „Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie“ in Erscheinung.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung ist der Roman in die Amazon-Bestsellerliste (Rubrik: Militär-Thriller) eingestiegen. Der zweite Teil der Thriller-Reihe ist für Ende 2015 geplant. „Hartes Land“ gibt es als Taschenbuch für 9,80 Euro (ISBN 9783941921504) und außerdem als E-Book (nur 4,99 Euro) für Amazon Kindle und im offenen epub-Formatauch direkt vom Verlag.